Struktur und Organisation des Dokumentationssystems zur Wohnungslosigkeit (DzW)

Ein Manual

Seit einigen Jahren verzeichnet das Dokumentationssystem zur Wohnungslosigkeit (DzW) der BAG W deutliche Zuwächse bei der Zahl der am DzW teilnehmenden Einrichtungen und Dienste und damit auch der im Dokumentationssystem erfassten Klientinnen und Klienten des Hilfesystems. In einigen Bereichen – wie etwa den Angeboten von Fraueneinrichtungen – ist in den letzten Jahren eine leichte Verbesserung bei der Teilnahme festzustellen. In anderen Bereichen – etwa der medizinisch-pflegerischen Versorgung wohnungsloser Menschen – ist die Ausschöpfungsrate seit Jahren dagegen noch zu gering.

Hinsichtlich der regionalen Verteilung der Datenlieferungen weist das DzW ebenfalls noch immer große Ungleichverteilungen auf  - während aus Bundesländern wie Baden-Württemberg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen eine große Zahl von Datenlieferungen vorliegen, erreichen das DzW aus anderen Bundeländern nur wenige bis gar keine Lieferungen. Gleichzeitig ist auch der Bereich niedrigschwelliger Hilfen im Dokumentationssystem bisher noch zu wenig abgebildet. Gleichwohl können mit dem erreichten Erfassungsgrad - 2015 umfasste das DzW statistische Angaben zu 33.000 Anhängigkeiten im Hilfesystem - zuverlässige Aussagen über die Klientel der Einrichtungen und Dienste der Wohnungslosenhilfe getroffen werden.

Dennoch ist es notwendig, nicht nur insgesamt die Zahl der am Dokumentationssystem teilnehmenden Einrichtungen und Dienste zu erhöhen, sondern gleichzeitig auch in jenen Bereichen des Hilfesystems eine höhere Ausschöpfungsrate anzustreben, in denen das DzW bisher noch in unzureichendem Maße Anwendung findet. Zugleich zeigen Rückmeldungen aus dem Hilfesystem immer wieder, dass über die Struktur des Dokumentationssystems und seine technisch-organisatorische Umsetzung ebenso wie über die konkreten Zielsetzungen ein oftmals nur unzureichender Informationsstand im Hilfesystem vorhanden ist.

Anliegen des Manuals ist es daher: